Adipositas ist keine Frage fehlender Disziplin, sondern eine chronisch fortschreitende, multifaktorielle Erkrankung mit biologischen, psychischen und sozialen Einflussfaktoren. Sie ist mit einer hohen Krankheitslast verbunden und steht in enger Wechselwirkung mit Typ-2-Diabetes, kardiovaskulären Erkrankungen, Schlafapnoe, psychischen Belastungen und eingeschränkter Lebensqualität (Blüher, 2026; Aberle et al., 2026).
Gerade in der Diabetologie zeigt sich diese Verbindung täglich: Gewichtsreduktion ist bei vielen Menschen mit Typ-2-Diabetes ein integraler Bestandteil der Therapie. Die aktuelle DDG-Praxisempfehlung beschreibt, dass Gewichtsreduktion nicht nur die Blutzuckerwerte verbessert, sondern auch zahlreiche Komorbiditäten wie Bluthochdruck, Fettlebererkrankungen, Depression und obstruktives Schlafapnoe-Syndrom günstig beeinflussen kann. Bereits eine Gewichtsreduktion von mindestens 5 % gilt als klinisch relevant; bei ausgewählten Patient:innen können höhere Gewichtsverluste sogar eine Diabetesremission ermöglichen (Aberle et al., 2026).
Adipositas ist längst keine individuelle Herausforderung mehr, sondern eine der zentralen gesundheitspolitischen Aufgaben unserer Zeit: Mehr als die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland sowie zunehmend auch Kinder und Jugendliche sind betroffen. Aktuelle Initiativen – wie das Positionspapier der Deutschen Adipositas-Gesellschaft mit zehn konkreten Anforderungen an ein wirksames Präventionsgesetz – machen deutlich, dass ein echter Wandel nur durch ein koordiniertes, gesamtgesellschaftliches Vorgehen gelingt. Gefordert sind strukturelle Maßnahmen, frühzeitige Risikoerkennung und evidenzbasierte Interventionen statt einer einseitigen Fokussierung auf individuelles Verhalten.
Damit wird deutlich: Adipositasberatung ist keine randständige Zusatzleistung, sondern ein Schlüsselbaustein moderner metabolischer Versorgung. Klassische Kurzempfehlungen wie "weniger essen und mehr bewegen" greifen zu kurz. Viele Betroffene verfügen längst über Wissen, scheitern beispielsweise jedoch am "metabolischen Gedächtnis", psychischer Belastung, Stigmatisierung, ungünstigen Lebensumwelten, Zeitdruck, Stress und fehlender kontinuierlicher Begleitung.
Das Problem liegt somit selten allein in einem Informationsdefizit der Betroffenen. Bei Adipositas fehlt es im Versorgungssystem bislang an klar definierten, kassenärztlich abgebildeten Strukturen und Prozessen. Während für Menschen mit Diabetes etablierte Versorgungspfade, Schulungsprogramme, Kontrollintervalle und interprofessionelle Abläufe existieren, ist die Versorgung von Menschen mit Adipositas vielerorts weniger systematisch organisiert. Dadurch entstehen Lücken zwischen medizinischer Notwendigkeit, individueller Umsetzungsfähigkeit und tatsächlich verfügbarer Unterstützung.
Es wird deutlich: Adipositas ist weit mehr als eine reine Zunahme von Körpergewicht oder Fettgewebe. Entscheidend ist nicht allein die Menge, sondern auch die Verteilung und metabolische Aktivität des Fettgewebes. Diese Faktoren sind für die klinische Einordnung relevant und könnten künftig stärker in therapeutische Entscheidungen einfließen. Vor dem Hintergrund einer zunehmend individualisierten Adipositastherapie gewinnt die Betrachtung interindividueller metabolischer Unterschiede daher weiter an Bedeutung.
PD Dr. med. Tim Hollstein greift dieses Prinzip in seinem Buch "Das Kuchenparadox – Entdecke deinen Stoffwechseltyp, um endlich effektiv abzunehmen" auf und übersetzt es in ein praxisnahes Konzept. Die zugrunde liegende Annahme, dass Stoffwechselprozesse zwischen Individuen variieren, ist wissenschaftlich ausreichend belegt. Hollstein beschreibt drei übergeordnete Stoffwechseltypen und bietet damit ein verständliches Modell für die klinische Praxis. Der Mehrwert dieses Ansatzes liegt weniger in der Neuheit der Hypothese als vielmehr in ihrer didaktischen Übersetzung: Komplexe metabolische Zusammenhänge werden in ein handhabbares Schema überführt, das sowohl für Patient:innen als auch für Gesundheitsfachkräfte anschlussfähig ist. Insbesondere in der Beratungssituation kann dies helfen, unterschiedliche Gewichtsverläufe plausibel zu erklären und individuelle Strategien abzuleiten. Damit fügt sich der Ansatz in eine zentrale Entwicklung der modernen Adipositasmedizin ein: die Abkehr von standardisierten Empfehlungen hin zu einer differenzierten, patientenzentrierten Steuerung metabolischer Prozesse.
Mit dem Disease-, das am 1. Juli 2024 in Kraft getreten ist, entsteht erstmals die Perspektive einer Management-Programm (DMP) Adipositas strukturierten, multimodalen und transsektoralen Versorgung von Menschen mit Adipositas. Professor Blüher beschreibt das DMP Adipositas als wichtigen Schritt, um die bisher defizitäre Versorgungssituation in Deutschland nachhaltig zu verbessern und langfristig Lebensqualität, Krankheitslast und vorzeitige Mortalität positiv zu beeinflussen (Blüher, 2026).
Der Zweck der Fortbildung liegt damit auf der Hand: Eine komplexe Erkrankung erfordert qualifizierte Fachkräfte, die medizinische Evidenz mit Beratungskompetenz, professioneller Haltung und koordinierter Versorgung verbinden. Die Adipositasberatung bildet dabei die entscheidende Brücke zwischen leitliniengerechter Therapie und der Lebensrealität der Betroffenen.
Wie übersetzt diese Fortbildung Evidenz in Handlungskompetenz?
Die Fortbildung zum/zur Adipositasberater:in DAG/DDG setzt genau an dieser Schnittstelle an. Sie verbindet leitlinienbasiertes Wissen mit praxisnaher Beratung, strukturiertem Fallverstehen und einer patientenzentrierten Haltung. Moderne Adipositastherapie ist multimodal: Sie umfasst Ernährungstherapie, Bewegung, verhaltenstherapeutische Strategien, psychosoziale Unterstützung, medikamentöse Therapieoptionen und bei entsprechender Indikation bariatrisch-metabolische Verfahren (Blüher, 2026; Aberle et al., 2026).
Entscheidend ist dabei nicht, diese Therapiesäulen additiv nebeneinanderzustellen, sondern sie individuell, realistisch und alltagstauglich zu verknüpfen. Genau hier liegt der Mehrwert qualifizierter Adipositasberater:innen: Sie strukturieren, erklären, motivieren, begleiten und übersetzen wissenschaftliche Empfehlungen in konkrete nächste Schritte.
Die Fortbildung vermittelt deshalb mehr als Fachwissen. Sie stärkt die Fähigkeit, Patient:innen in ihrer individuellen Lebensrealität abzuholen, Stigmatisierung aktiv zu vermeiden und Selbstwirksamkeit aufzubauen. Zentrale Beratungsfragen wie "Was wäre in 8 bis 12 Wochen ein klares Zeichen, dass sich die Veränderung gelohnt hat?" verschieben den Fokus weg von Druck und Defizit hin zu Zielklärung, Motivation und Eigenverantwortung.
Methodisch lebt die Qualifikation von einem Blended-Learning-Format, das digitale Wissensvermittlung mit Präsenz, praktischer Fallarbeit, Schulungs-situationen und Hospitation verbindet.
Fortbildung zum/zur Adipositas-Berater:in DAG/DDG
Am exemplarischen Beispiel der der Fortbildungsstätte Regensburg (weitere sind die Fortbildungsstätten Rheine, Traunstein und ab 2026 Berlin1) gliedert sich die Fortbildung in zwei Online-Tage mit medizinischem und ernährungswissenschaft-lichem Fundament sowie drei Präsenztage, in denen psychologische, bewegungstherapeutische und anwendungsorientierte Inhalte vertieft werden. Ergänzend wird eine zweitägige Hospitation in einer adipositas-versierten Einrichtung vorgesehen.
Dieser Aufbau ist didaktisch klug: Digitale Anteile schaffen effiziente Wissensgrundlagen; Präsenz ermöglicht Beziehung, Reflexion, Übung und Haltung. Gerade bei einem Thema, das durch Scham, Vorurteile und therapeutische Frustration belastet sein kann, braucht Fortbildung Räume, in denen Fachkräfte nicht nur lernen, was zu tun ist, sondern auch, wie sie Menschen respektvoll, wirksam und ohne moralisierenden Unterton begleiten.
Was genau wird in dieser Fortbildung vermittelt?
Mit der gemeinsamen Fortbildung der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG) und der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) bringen wird aktuelles Fachwissen zur chronischen Erkrankung Adipositas vermittelt mit einem kompakten Überblick über den Stand der Forschung sowie nicht-medikamentöse, medikamentöse und interventionelle Behandlungsmethoden. Die Lehrinhalte umfassen Aspekte aus Medizin, Ernährungs- und Bewegungstherapie sowie Psychologie. Werden Sie Spezialist:in für die ganzheitliche, multimodale Behandlung der Volkskrankheit Adipositas.
Diese Kurse richten sich speziell an: Diabetesberater:innen DDG oder Diabetesassistent:innen DDG mit mindestens einem Jahr Berufserfahrung.
- Der Gesamtzeitaufwand der Fortbildung 7 Tage (5 Tage Theorie und 2 Tage Hospitation)
- Kosten für Diabetesbera- ter:innen und Diabetesas-sistent:innen DDG: 680 € (2025/2026)
Die zweitägige Hospitation (16 Stunden) kann vor oder nach dem Kurs in einer Einrichtung mit Expertise im Bereich Adipositas durchgeführt werden. Die Anmeldung zu den Kursen in Berlin, Regensburg, Rheine und Traunstein erfolgt direkt bei der jeweiligen Fortbildungsstätte2. Bei Fragen oder für weitere Informationen zu den Kursen wenden Sie sich bitte ebenfalls unmittelbar an die entsprechende Fortbildungsstätte.
Ergänzend bestehen interprofessionell ausgerichtete Kursangebote mit breiterem Zulassungsspektrum, die verschiedene Berufsgruppen im Gesundheitswesen adressieren. Diese Formate sind jedoch nicht Bestandteil des Angebots der hier beschriebenen Fortbildungsstätten; weiterführende Informationen hierzu finden sich auf der Website der DDG.
Was entsteht daraus für die Versorgung?
Aus der Fortbildung entsteht eine neue professionelle Rolle im Versorgungssystem. Adipositas-berater:innen DAG/DDG übernehmen nicht primär eine einzelne therapeutische Maßnahme, sondern begleiten den gesamten Veränderungsprozess. Sie schaffen Orientierung, ordnen Therapieoptionen ein, fördern realistische Zielplanung, unterstützen Adhärenz/Selbstwirksamkeit und stärken die Verbindung zwischen ärztlicher Therapie, Ernährung, Bewegung, psychosozialer Unterstützung und Schulung.
Damit wird Adipositasberatung zur zentralen Schnittstelle in einem häufig fragmentierten Versorgungssystem. Sie beantwortet für Betroffene ganz praktische Fragen: Welche Therapieoptionen kommen infrage? Welche nächsten Schritte sind sinnvoll? Wie lassen sich medizinische Empfehlungen in den Alltag übertragen? Wo braucht es ärztliche Rückkopplung, psychotherapeutische Unterstützung, bewegungstherapeutische Anpassung oder ernährungsbezogene Struktur?
Die dynamische Entwicklung der Qualifizierungszahlen zeigt, dass diese neue Rolle in der Versorgung angekommen ist. Nach Angaben der DDG gibt es aktuell (Stand 18.05.2026) 521 Adiposiolog:innen DAG/DDG sowie 477 Adipositasbe-rater:innen DAG/DDG. Während im Jahr 2024 insgesamt 99 Adipositasberater:innen DAG-DDG fortgebildet wurden, waren es 2025 bereits 277. Im laufenden Jahr 2026 kamen bis Mitte Mai weitere 101 Adipositasbe-rater:innen hinzu. Diese Zahlen markieren eine Professionalisierungsoffensive. Die Adipositasversorgung wird zunehmend aus der Zufälligkeit einzelner engagierter Akteur:innen herausgelöst und in standardisierte, qualitätsgesicherte und patientenzentrierte Strukturen überführt. Qualifikation wird damit zum strategischen Hebel: Sie macht aus Wissen wirksame Versorgung.
Der Nutzen
Versorgungssicherheit, Haltung und interprofessionelle Anschlussfähigkeit
Der Nutzen der Fortbildung liegt auf mehreren Ebenen.
- Für Patient:innen bedeutet sie eine fachlich fundierte, respektvolle und kontinuierliche Begleitung.
- Für Fachkräfte bedeutet sie mehr Sicherheit im Umgang mit einer komplexen Erkrankung, die medizinische, psychologische und soziale Dimensionen miteinander verbindet.
- Für das Versorgungssystem bedeutet sie eine bessere Anschlussfähigkeit an DMP-Strukturen, Leitlinien, Schulung, Dokumentation und interprofessionelle Zusammenarbeit.
Die Evaluation des Fortbildungskurses (Nr. 10, 2026) in Regensburg unterstreicht den Erfolg dieser Fortbildung, indem die Teilnehmenden den Kurs insgesamt sehr positiv wahgenommen haben; 88,46 % äußerten sich zufrieden mit Kurs und Inhalten, 73,08 % bewerteten das Blended-Learning-Format positiv. Besonders hervorgehoben wurden Praxisnähe, Qualität der Referierenden, kollegialer Austausch, Fallarbeit, Bewegungselemente, die gute Gruppendynamik und die konkrete Ideen und Anwendungsbeispiele für den Transfer in die tägliche Arbeit.
Die Rückmeldungen zeigen auch, worauf es künftig ankommt: mehr konkrete Umsetzungshilfen für die Beratungspraxis, mehr psychologische Gesprächsführung und eine stärkere Einbindung aktueller pharmakologischer Entwicklungen. Diese Impulse passen zur Dynamik der Adipositasmedizin, in der inkretinbasierte Therapien, strukturierte Lebensstilinterventionen, metabolische Zielgrößen und psychosoziale Faktoren immer enger zusammengedacht werden müssen (Aberle et al., 2026; Blüher, 2026).
Fazit: Versorgung für Menschen mit Adipositas gestalten
Adipositas ist eine chronische, komplexe und hoch versorgungsrelevante Erkrankung, die weit über die reine Gewichtsfrage hinausgeht. Sie erfordert Fachkräfte, die medizinisches Wissen, kommunikative Kompetenz, eine entstigmatisierende Haltung und interprofessionelles Denken miteinander verbinden. Genau hier setzt die Fortbildung zum/zur Adipositasbera-ter:in DAG-DDG an: Sie vertieft das Verständnis für das Krankheitsbild Adipositas und qualifiziert dazu, Betroffene evidenzbasiert, wertschätzend und alltagsnah zu begleiten. Damit entsteht eine neue Beratungsrolle, die nicht nur Wissen vermittelt, sondern Orientierung gibt, Selbstwirksamkeit stärkt und nachhaltige Veränderungsprozesse unterstützt.
Diese Entwicklung mit einem echten Paradigmenwechsel beschreibt auch die Autorin Dr. Pia Roser in ihrem Buch mit dem Titel "Die neue Wissenschaft vom Sattsein". Nicht mehr allein Disziplin und Kalorienreduktion stehen im Fokus, sondern die gezielte Beeinflussung biologischer Hunger-, Sättigungs- und Stoffwechselmechanismen. Während Lebensstilinterventionen, klassische Diäten und bariatrische Chirurgie lange die zentralen therapeutischen Säulen darstellten, gewinnen heute inkretinbasierte Peptidtherapien zunehmend an Bedeutung, da sie direkt in die neurobiologische Steuerung von Hunger- und Sättigungsprozessen eingreifen. Die Therapie adressiert damit nicht nur das Körpergewicht selbst, sondern auch die krankheitsrelevanten Begleitmechanismen der Adipositas. Der gesellschaftliche und medizinische Bedarf ist enorm, da viele Menschen trotz intensiver Bemühungen mit konventionellen Maßnahmen langfristig keine ausreichende Gewichtsreduktion erreichen.
Die Ausführungen unterstreichen damit einen zentralen Aspekt der heutigen Adipositasmedizin: Adipositas ist keine reine Lebensstilfrage, sondern eine chronische multifaktorielle Erkrankung mit neurobiologischen und hormonellen Mechanismen. Moderne Therapiekonzepte eröffnen erstmals die Möglichkeit, Hungerregulation und metabolische Prozesse gezielt therapeutisch zu beeinflussen und damit langfristig wirksame Behandlungsstrategien zu etablieren.
Die Fortbildung zum/zur Adipositasberater:in DAG/DDG ist ein Qualitätsbaustein innerhalb der Diabetesedukation der DDG mit einer neuen Versorgungskultur.
Sie reagiert auf die gesundheitspolitische Realität des DMP Adipositas, auf die enge Verbindung von Adipositas und Typ-2-Diabetes und auf den Bedarf an professioneller, langfristiger Begleitung.
Ihr eigentlicher Wert liegt darin, dass sie einen Paradigmenwechsel operationalisiert: weg von Schuldzuweisung, punktueller Beratung und isolierten Empfehlungen – hin zu strukturierter, interprofessioneller, patientenzentrierter Versorgung und einem tieferen Verständnis für das Krankheitsbild. Adipositasberater:innen DAG/DDG beraten nicht nur zur Ernährung. Sie begleiten Menschen in ihren Lebenswelten, stärken Selbstwirksamkeit, verbinden Fachdisziplinen und helfen, aus therapeutischen Optionen echte Veränderung werden zu lassen.
Genau darin liegt die Wirkung dieser Qualifikation: Sie bringt Evidenz dorthin, wo sie zählt – in die Begegnung mit den Menschen, die Unterstützung brauchen.
Die Autorin gibt an, dass keine Interessenskonflikte bestehen.
1. Katholische Akademie Regensburg, Akademie der Mathias-Stiftung Rheine, Diabetes-Akademie Südostbayern/Traunstein, Wannsee-Akademie Berlin.
2. https://www.ddg.info/qualifizierung/fuer-gesundheitsfachkraefte/karte-der-ddg-weiterbildungsstaetten.
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Erschienen in: Diabetes-Forum, 2026; 38 (3) Seite 24-28
