Die Universität Heidelberg nimmt ihre Reihe „Überlebensstrategien“ wieder auf und wendet sich mit einer Hybrid-Veranstaltung in Präsenz und digital an die interessierte Öffentlichkeit: Am Donnerstag, 8. Oktober 2020, ist Prof. Dr. Verena Peters zu Gast im Karlstorbahnhof, um über „Diabetes – alles eine Frage der Enzyme?“ zu sprechen.

Die Universität Heidelberg nimmt ihre Reihe „Überlebensstrategien“ wieder auf und wendet sich mit einer Hybrid-Veranstaltung in Präsenz und digital an die interessierte Öffentlichkeit: Am Donnerstag, 8. Oktober 2020, ist Prof. Dr. Verena Peters zu Gast im Karlstorbahnhof, um über „Diabetes – alles eine Frage der Enzyme?“ zu sprechen. Die Wissenschaftlerin vom Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Heidelberg ist Projektleiterin am Sonderforschungsbereich „Reaktive Metabolite als Ursache diabetischer Folgeschäden“ der Universität Heidelberg.

Ihr Vortrag, in dem sie sich mit der Rolle von Enzymen bei der Entstehung von Schädigungen der Niere und möglichen Therapieansätzen befasst, wird aufgezeichnet und ist vom 13. Oktober an abrufbar über heiONLINE – das zentrale Portal der Ruperto Carola, dem Forschungsmagazin der Universität Heidelberg, mit Vorträgen, Diskussionsrunden und Podcasts in digitalen Formaten. Für die Teilnahme an der Veranstaltung vor Ort, die um 19.30 Uhr beginnt, vergibt die Rhein-Neckar-Zeitung – sie ist Kooperationspartner der Reihe – 20 Eintrittskarten.

Gemeinsames Projekt mit der Rhein-Neckar-Zeitung

Wie überleben Lebewesen – vom Einzeller über Pflanzen und Tiere bis zum Menschen – unter widrigen Umständen und schwierigen Bedingungen? Mit der im Februar 2018 gestarteten Reihe „Überlebensstrategien“ führen Heidelberger Forscherinnen und Forscher in ausgewählte Forschungsfragen, Methoden und langfristige Ziele der molekularen Lebenswissenschaften ein.

Getragen wird das öffentliche Veranstaltungsangebot von den Sonderforschungsbereichen der Universität Heidelberg, an denen zentrale lebenswissenschaftliche Fragestellungen bearbeitet werden; es ist ein gemeinsames Projekt mit der Rhein-Neckar-Zeitung (RNZ). Redakteure der RNZ-Stadtredaktion gestalten die Gesprächsführung. Ihre Fragen und Perspektiven bilden die Brücke zum Publikum, das in den Dialog einbezogen wird. Nach einer coronabedingten Pause wird die Reihe mit zwei Veranstaltungen fortgesetzt.

Sonderforschungsbereiche (SFBs)
SFBs sind Forschungsverbünde, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert werden und sich aus 15 bis 20 Arbeitsgruppen zusammensetzen. Während Sonderforschungsbereiche in der Regel an einer Universität angesiedelt sind, verteilen sich die SFB/Transregio-Verbünde auf zwei oder drei Standorte. Projekte, die innerhalb eines SFB gefördert werden, behandeln eine übergreifende Fragestellung der Grundlagenforschung aus unterschiedlichen Perspektiven und mit unterschiedlichen Techniken über einen Zeitraum von bis zu 12 Jahren. An der Universität Heidelberg sind aktuell 13 Sonderforschungsbereiche und SFB/Transregios mit lebenswissenschaftlichen Fragestellungen angesiedelt.

Prof. Peters berichtet im Rahmen der Veranstaltung am 8. Oktober aus der Arbeit des Sonderforschungsbereichs „Reaktive Metabolite als Ursache diabetischer Folgeschäden“ (SFB 1118). Bislang konzentriert sich die Behandlung von Diabetes auf die Kontrolle des Blutzuckerspiegels. Wie Studienergebnisse zeigen, reicht dies nicht aus, um diabetesbedingte Folgen wie Schäden an Organen und Nerven zu vermeiden.

Die Rolle von Enzymen bei diabetischen Spätschäden

So verursachen bestimmte Nebenprodukte des Stoffwechsels, sogenannte reaktive Metabolite, diese Folgeschäden. Die Forscher wollen herausfinden, wie diese für die Körperzellen giftigen Stoffe bei Patienten mit Diabetes entstehen und auf welche Weise sie Schäden verursachen. Darauf aufbauend geht es auch um Therapieansätze. Am SFB 1118 erforscht Prof. Peters, welche Rolle Enzyme bei der Manifestation von diabetischen Spätschäden, insbesondere der Niere, innehaben.

Da Enzyme in der Lage sind, reaktive Metabolite auch zu inaktivieren und so diabetischen Spätschäden vorbeugen könnten, untersuchen die Heidelberger Wissenschaftlerin und ihr Team Ansätze für Behandlungsmöglichkeiten, die auf der Modulation von Enzymen beruhen. Neben Prof. Peters werden Doktoranden ihrer Arbeitsgruppe aus dem Laboralltag berichten. Die Moderation der Veranstaltung im Karlstorbahnhof übernimmt der Leiter der RNZ-Stadtredaktion, Sebastian Riemer.

Um Eintrittskarten für die Veranstaltung vor Ort zu erhalten, ist eine Anmeldung bei der Rhein-Neckar-Zeitung mit der Angabe von Name und Kartenanzahl per E-Mail an aktion@rnz.de erforderlich. Der Eintritt ist dann mit E-Mail-Bestätigung durch die RNZ möglich.

Der Vortrag von Prof. Dr. Verena Peters, wird aufgezeichnet und ist vom 13. Oktober an abrufbar über heiONLINE – das zentrale Portal der Ruperto Carola, dem Forschungsmagazin der Universität Heidelberg, mit Vorträgen, Diskussionsrunden und Podcasts in digitalen Formaten.

Quelle: Pressemitteilung der http://UniversitätHeidelberg