Im Rahmen des Diabetes-Kongresses in Berlin fand am 14. Mai 2026 die 40. Mitgliederversammlung des VDBD statt - turnusgemäß mit einer Präsenzwahl zum Vorstand.

Foto: (v.l.nr.r.) Yvonne Häusler, Sebastian Bittner, Dr. Kerstin Bayer-Pörsch, Kathrin Boehm, Dr. Gottlobe Fabisch , Theresia Schoppe.

Geleitet wurde die Mitgliederversammlung in diesem Jahr von der Vorstandsvorsitzenden Kathrin Boehm, die die Anwesenden herzlich begrüßte. Neben wichtigen regulären Tagesordnungspunkten, wie dem Bericht des Vorstandes, der Geschäftsführung, der Entlastung des Vorstandes, dem Bericht des Schatzmeisters und der Kassenprüferin Gerlinde Hones, stand die Neufassung der Vereinssatzung und insbesondere die Vorstandswahl im Mittelpunkt des Interesses.

Rückblick 2025 und Satzung

Der Vorstand und die Geschäftsführung berichteten über zahlreiche Aktivitäten im Jahr 2025. Ein Schwerpunkt lag auf der Begleitung von Gesetzesvorhaben des Bundesgesundheitsministeriums mit Positionspapieren, Stellungnahmen und berufspolitischen Aktionen, um die Interessen der Mitglieder zu vertreten. Zudem wurden zwei neue Merkblätter entwickelt und die Ergebnisse des World Cafés 2025 in Essen zur Nachhaltigkeit in der Diabetesberatung vor-
gestellt.

Auch die VDBD AKADEMIE blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück: 2025 wurden die Fortbildungsangebote rund 4 400 Mal genutzt, 817 Veranstaltungen zertifiziert und über 19 000 Fortbildungsnachweise geprüft. Für die kommenden Jahre sind ein Website-Relaunch und weitere strukturelle Weiterentwicklungen geplant.

Des Weiteren wurden vom Vorstand eine Neufassung der Satzung sowie die Möglichkeit beantragt, dass künftig Versammlungen auch als virtuelle Versammlungen für Mitglieder vom VDBD-Vorstand einberufen werden können. Die Mitgliederversammlung stimmte beidem zu.

Die Vorstandswahl

In diesem Jahr standen drei Vorstandsposten standen zur Wahl. Wahlleiterin Susanne Läritz, Diabetesberaterin aus Sachsen und langjähriges VDBD-Mitglied, führte durch diesen wichtigen Teil der Mitgliederversammlung . Erneut kandidierten Kathrin Boehm, VDBD-Vorstandsvorsitzende, und Theresia Schoppe, stellvertretende Vorstandsvorsitzende. Beide wurden wiedergewählt und in ihren Ämtern bestätigt. Neu für den Vorstand beworben und gewählt wurde Dr. Kerstin Bayer-Pörsch, die künftig das Amt der Schatzmeisterin übernimmt. Sie engagiert sich seit vielen Jahren in der Diabetesberatung und setzt sich besonders für die strukturelle Verankerung der Diabetesberatung im Abrechnungssystem ein.

Dank an Dr. Lars Hecht

Nach 15 Jahren im Vorstand – davon zuletzt zehn Jahre als Schatzmeister – schied Dr. Lars Hecht aus dem Gremium aus. Die Mitgliederversammlung würdigte ausdrücklich sein langjähriges Engagement und seine fachliche Expertise. VDBD-Vorsitzende Kathrin Boehm und Geschäftsführerin Dr. Gottlobe Fabisch dankten ihm im Namen des gesamten Vorstandskollegiums und des VDBD mit herzlichen Worten für sein jahrelanges Engagement und die stets konstruktive und unkomplizierte Zusammenarbeit.

VDBD-Vorstand 2026 im Überblick

Der neue VDBD-Vorstand setzt sich in alphabetischer Reihenfolge wie folgt zusammen: Dr. Kerstin Bayer-Pörsch als Schatzmeisterin, Sebastian Bittner als Schriftführer, Kathrin Boehm als Vorstandsvorsitzende, Yvonne Häusler als Mitgliederbeauftragte sowie Theresia Schoppe als stellvertretende Vorstandsvorsitzende. Die Geschäftsführung und das gesamte Berliner Team gratulieren den wieder bzw. neu gewählten Vorstandsmitgliedern herzlich und freuen sich auf die künftige Zusammenarbeit. Mit dieser Besetzung ist der VDBD gut aufgestellt, um die berufspolitischen und fachlichen Herausforderungen der kommenden Jahre aktiv anzugehen.

Dr. Lars Hecht verabschiedet sich aus dem VDBD-Vorstand
Nach 15 Jahren engagierter Vorstandsarbeit – davon 10 Jahre als Schatzmeister – hat Dr. Lars Hecht auf der 40. Mitgliederversammlung seinen Abschied aus dem Vorstand des VDBD bekannt gegeben. Seit seinem Eintritt in den Verband im Oktober 2010 und seiner Wahl in den Vorstand im Jahr 2011 prägte er die Arbeit des Berufsverbands entscheidend mit.Ein beeindruckender Werdegang Dr. Hecht kann auf einen außergewöhnlich vielseitigen beruflichen Werdegang zurückblicken: vom staatlich examinierten Krankenpfleger und Rettungsassistenten über die Weiterbildung zum Diabetesberater DDG und ein Studium zum Master of Science in Diabetes Care bis hin zur Promotion an der Universität Witten/Herdecke im Bereich der evidenzbasierten Gesundheitsversorgung.Seine umfassende medizinische und wissenschaftliche Expertise brachte er nicht nur in seine Tätigkeit als VDBD-Vorstandsmitglied ein, sondern auch in sein langjähriges Engagement als wissenschaftlicher Leiter der VDBD AKADEMIE.15 Jahre Verlässlichkeit 2016 übernahm Lars Hecht das Amt des VDBD-Schatzmeisters von Harald Stäblein. Als Geschäftsführer eines Institutes für klinische Forschung im diabetologischen Bereich liegen ihm Zahlen, Bilanzen sowie Einnahmen- und Überschussrechnungen quasi im Blut. Dass Zahlen keineswegs trocken sein müssen, hat er mehrfach bewiesen, wenn er die Budgetübersichten mit Humor und seiner ausgeglichenen Art präsentierte.15 Jahre Vorstandsarbeit, 15 Jahre Ehrenamt: das bedeutet auch viele, viele Sitzungen, noch mehr Diskussionen, E-Mails, zahlreiche Entscheidungen, aber auch unzählige Stunden Lebenszeit. Zeit, die man sonst mit Familie und Freunden verbringen würde. Dank und gute WünscheKünftig wird sich Dr. Hecht auf seine Rolle als Geschäftsführer des RED-Instituts und den damit verbundenen Aufgaben und Herausforderungen konzentrieren. Seine Entscheidung, keine weitere Amtszeit anzutreten, ist daher auch ein bewusster Schritt in eine neue Phase – ohne jedoch den inhaltlichen Bezug zum Verband zu verlieren.Dem VDBD sowie der VDBD AKADEMIE bleibt er weiterhin eng verbunden: als Mitglied, wissenschaftlicher Berater, Referent und nicht zuletzt auch als Mitglied des Moderatorenteams der VDBD-Tagung.Der VDBD-Vorstand und die Geschäftsführung danken Dr. Lars Hecht herzlich für die vertrauensvolle, konstruktive, verlässliche und vor allem kollegiale Zusammenarbeit über 15 Jahre hinweg. Sein Engagement, seine fachliche Expertise und seine Perspektiven haben die Arbeit des Verbandes stets und nachhaltig bereichert.Für seinen weiteren beruflichen und persönlichen Weg wünscht der VDBD ihm alles Gute, Gesundheit und weiterhin viele erfolgreiche Impulse in der Diabetesversorgung.


Autorin:
© privat
Ria Grosse
VDBD
Referentin der Geschäftsführung
Redakteurin Online/Print


Erschienen in: Diabetes-Forum, 2026; 38 (3) Seite 46-47