Prädiabetes betrifft etwa jede fünfte erwachsene Person in Deutschland und stellt eine Vorstufe des Typ-2-Diabetes dar. Erhöhte Blutglukosewerte können langfristig das Risiko für Typ-2-Diabetes sowie für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenerkrankungen und weitere Folgeerkrankungen erhöhen.

Schwerpunkt FORSCHUNG
Früherkennung, Prävention und personalisierte Therapien ziehen sich wie ein roter Faden durch diesen Schwerpunkt. Beim Typ-2-Diabetes rückt zunächst das "Vorstadium" Prädiabetes in den Blick: Welche Menschen sind besonders gefährdet, welche Rolle spielen Ernährung, Bewegung und Gewichtsreduktion – und wie können digitale Angebote Betroffene im Alltag konkret unterstützen? Neue Daten zu Subtypen des Prädiabetes zeigen zudem, dass nicht alle Menschen dasselbe Risiko tragen und Prävention individueller gedacht werden muss. Beim Typ-1-Diabetes geht es um nichts weniger als einen Paradigmenwechsel: GPPAD-, Fr1da- und Freder1k-Programme demonstrieren, dass bevölkerungsweite Screenings ein Frühstadium der Erkrankung erfassen können – weit über bekannte Risikofamilien hinaus. Auf dieser Basis werden krankheitsmodifizierende Therapien überhaupt erst möglich. Teplizumab, JAK-Inhibitoren wie Baricitinib und weitere immunmodulatorische Ansätze zielen darauf, die β-Zellfunktion möglichst lange zu erhalten und den Übergang in das klinische Stadium hinauszuschieben. Zugleich weitet sich der Blick auf die Pathophysiologie. Eine aktuelle Studie verbindet erhöhte postprandiale Glukagonspiegel bei neu diagnostiziertem Typ-2-Diabetes eng mit Fettleber und wirft Fragen nach einer gestörten Leber-Glukagon-Achse auf. Ergänzend zeigt ein weiterer Beitrag, welches Potenzial in erklärbarer KI steckt: Deep-Learning-Modelle erkennen Typ-2-Diabetes im Pankreasgewebe mit hoher Genauigkeit und machen sichtbar, welche Inselstrukturen, Nervenfasern und Fettzellenkonstellationen krankheitstypisch sind. Für Diabetesberater:innen liefert das Heft damit praxisrelevante Hintergründe – von der Früherkennung über Lebensstilberatung bis hin zu neuen Therapie- und Gesprächsansätzen.

Typ-2-Diabetes entwickelt sich meist schleichend über viele Jahre und bleibt oft lange ohne Beschwerden. In Deutschland leben derzeit mehr als 9,3 Millionen Menschen mit der Erkrankung. Jährlich kommen derzeit rund 450.000 Neuerkrankungen hinzu [1]. Einem manifesten Typ-2-Diabetes geht häufig ein Prädiabetes voraus, eine Vorstufe des Typ-2-Diabetes.

Das Zeitfenster des Prädiabetes bietet die Chance, frühzeitig gegenzusteuern und erhöhte Blutglukosewerte wieder zu normalisieren. Insbesondere eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und gegebenenfalls eine Gewichtsreduktion können das Erkrankungsrisiko deutlich senken. Auf diabinfo.de erhalten betroffene Personen evidenzbasierte, alltagsnahe Unterstützungsangebote.

Die Entstehung eines Prädiabetes wird durch das Zusammenspiel verschiedener Faktoren beeinflusst. Neben Lebensstilfaktoren wie Bewegungsmangel, einer unausgewogenen Ernährung und Rauchen erhöhen z. B. Übergewicht, eine genetische Veranlagung für Typ-2-Diabetes sowie ein vorausgegangener Gestationsdiabetes das Risiko [2].

Das individuelle Typ-2-Diabetes-Risiko ermitteln
Hinweise zum individuellen Typ-2-Diabetes-Risiko liefert der wissenschaftlich validierte DIfE – Deutscher Diabetes-Risiko-Test® (www.diabinfo.de/vorbeugen/diabetes-risiko-test). Durch die Beantwortung weniger Fragen können Erwachsene ihr persönliches Risiko ermitteln, in den kommenden zehn Jahren an einem Typ-2-Diabetes zu erkranken.

Bleiben erhöhte Blutglukosewerte langfristig unbemerkt oder unbehandelt, steigt das Risiko, einen Typ-2-Diabetes zu entwickeln. Darüber hinaus war Prädiabetes in Metaanalysen mit einer erhöhten Gesamtmortalität sowie mit einem höheren Risiko für diabetesbedingte Folgeerkrankungen assoziiert – insbesondere für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Nierenerkrankungen, Demenz und bestimmte Krebsarten [3].

Ob und wie schnell sich aus einem Prädiabetes ein Typ-2-Diabetes entwickelt und wie hoch das Risiko für Folgeerkrankungen ist, variiert jedoch von Mensch zu Mensch. Anhand von Stoffwechselparametern wie Blutglukosewerten, Leberfettgehalt, Körperfettverteilung und Lipidwerten sowie dem genetischen Risiko identifizierten Forschende des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) sechs verschiedene Subtypen des Prädiabetes. Diese unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Krankheitsentstehung, den Risikoprofilen und der Prognose. Die Einteilung in Subtypen ermöglicht eine individuellere Risikobewertung und könnte zukünftig dazu beitragen, Präventions- und Behandlungsmaßnahmen gezielter auf die jeweiligen Risikoprofile abzustimmen [4].

Die individuellen Unterschiede in Bezug auf das Erkrankungsrisiko verdeutlichen die Relevanz einer frühzeitigen Diagnose des Prädiabetes. Denn Prädiabetes ist kein unveränderlicher Zustand, sondern stellt ein wichtiges Zeitfenster für präventive Maßnahmen dar. Durch eine frühzeitige Intervention können der Stoffwechsel nachhaltig verbessert und das Risiko für Typ-2-Diabetes und diabetesbedingte Folgeerkrankungen reduziert werden.

Prädiabetes: Vorstufe des Typ-2-Diabetes

Ein Prädiabetes liegt vor, wenn die Blutglukosewerte erhöht sind, jedoch noch nicht im Bereich eines Typ-2-Diabetes liegen. Die erhöhten Blutglukosewerte können sowohl auf eine verminderte Insulinwirkung an den Körperzellen (Insulinresistenz) als auch auf eine unzureichende Insulinproduktion (Insulinmangel) zurückzuführen sein. Hinweise auf einen Prädiabetes liefern ein erhöhter Blutglukose-Langzeitwert (HbA1c), ein erhöhter Nüchternblutglukosewert oder ein auffälliger 2-Stunden-Blutglukosewert im Rahmen eines oralen Glukosetoleranztests (oGTT).

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Abbildung 1: Kriterien für die ­Definition eines ­Prädiabetes.

Neben der Prävention gewinnt die Remission des Prädiabetes zunehmend an Bedeutung. Remission bezeichnet die Rückkehr der Blutglukosewerte in den Normalbereich (Normoglykämie). Aktuelle Studien liefern Hinweise, dass eine Remission nicht nur das Risiko für einen Typ-2-Diabetes senken kann, sondern auch mit einem geringeren Risiko für Folgeerkrankungen verbunden ist. In einer 2025 veröffentlichten Studie hatten Menschen mit Prädiabetes, die ihre Blutglukosewerte nach einer Lebensstilintervention wieder normalisierten, über Jahrzehnte hinweg ein deutlich geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Personen, bei denen der Prädiabetes bestehen blieb [5].

Lebensstilinterventionen als Schlüssel zur Prävention und Remission

Klinische Studien zeigen, dass sich erhöhte Blutglukosewerte vor allem durch eine gezielte Anpassung des Lebensstils wieder normalisieren lassen [6, 7]. Dazu zählen Änderungen des Ernährungs- und Bewegungsverhaltens sowie eine Gewichtsabnahme bei bestehendem Übergewicht. Im Vorfeld sollte jedoch eine ärztliche Abklärung der Maßnahmen erfolgen.

Bewegungsvideos: Start in einen aktiven Alltag
diabinfo.de bietet neue Übungsvideos mit einfachen Bewegungssequenzen, die ohne spezielle Sportgeräte zu Hause durchgeführt werden können. Sie bieten einen praktischen Einstieg in einen aktiveren Alltag und werden durch Erklärvideos mit Hintergrundinformationen zu den positiven Effekten von körperlicher Aktivität ergänzt. Die Bewegungsvideos wurden von diabinfo.de in Zusammenarbeit mit der Deutschen Sporthochschule Köln unter der fachlichen Leitung von Prof. Dr. med. Dr. Christine Joisten, Fachärztin für Allgemeinmedizin mit dem Schwerpunkt Sportmedizin, entwickelt. Sie richten sich an Menschen, die mehr körperliche Aktivität in ihren Alltag integrieren möchten – unabhängig vom Fitnesslevel und der Vorerfahrung. https://www.diabinfo.de/vorbeugen/was-kann-ich-tun/ihr-start-in-einen-aktiven-alltag.html#c293745

Ernährung: vollwertig, ausgewogen und abwechslungsreich

Die Ernährung nimmt in der Prävention des Typ-2-Diabetes eine Schlüsselrolle ein. Nach heutigem Wissensstand gibt es jedoch nicht die eine "richtige" Ernährungsform. Vielmehr können verschiedene Ernährungsweisen zur Prävention eines Typ-2-Diabetes beitragen. Entscheidend sind weniger einzelne Nährstoffe als vielmehr die Qualität der Ernährung insgesamt sowie das zugrunde liegende Ernährungsmuster [1].

Die Basis einer gesundheitsförderlichen Ernährung bilden möglichst unverarbeitete, nährstoffreiche Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Nüsse und pflanzliche Öle. Zusätzlich gehören tierische Lebensmittel wie fettarme Milch und Milchprodukte, Fisch und mageres Fleisch in kleinen Mengen zu einer vollwertigen Ernährung. Dagegen sollten Zucker, Salz, Alkohol sowie stark verarbeitete Lebensmittel vermieden oder nur selten konsumiert werden [8]. Zu den Ernährungsmustern, die mit einem verminderten Risiko für Typ-2-Diabetes in Verbindung gebracht werden, zählen unter anderem die mediterrane Ernährung, die DASH (engl.: Dietary Approach to Stop Hypertension)-Diät und eine vegetarische Ernährungsweise [9, 10].

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Abbildung 2: Die Bewegungspyramide zeigt, wie viel und welche Art von Bewegung Erwachsene in ihren Alltag einbauen sollten.

Bewegung: Jede Aktivität zählt

Neben der Ernährung spielt regelmäßige Bewegung eine zentrale Rolle bei der Prävention und Remission des Prädiabetes. Körperliche Aktivität führt dazu, dass Glukose aus dem Blut in die Körperzellen aufgenommen wird. Als Folge sinkt der Blutglukosespiegel. Langfristig fördert regelmäßige Bewegung die Insulinempfindlichkeit der Körperzellen und kann den HbA1c-Wert senken. Darüber hinaus wirkt sich Bewegung günstig auf das Herz-Kreislauf-System aus und kann das Gewichtsmanagement sowie das psychische Wohlbefinden fördern. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Erwachsenen pro Woche

  • mindestens 150 bis 300 Minuten Bewegung moderater Intensität oder
  • 75 bis 150 Minuten Bewegung höherer Intensität sowie
  • Krafttraining an mindestens zwei Tagen.

Dabei zählt nicht nur Sport im engeren Sinne. Auch Alltagsbewegung kann einen Unterschied machen: Der Weg mit dem Fahrrad zur Arbeit, ein Spaziergang durch den Park, der Gang zum Supermarkt um die Ecke, Garten- oder Hausarbeit – all das sind wirksame Möglichkeiten, Bewegung in den Alltag zu integrieren [11]. Eine Auswertung mehrerer großer Bevölkerungsstudien ergab, dass auch kleine Veränderungen im Bewegungsverhalten gesundheitlich relevant sein können. Insbesondere bei wenig aktiven Menschen könnten bereits zusätzliche fünf Minuten körperliche Aktivität in moderater bis intensiver Intensität potenziell etwa sechs Prozent der Todesfälle in der Bevölkerung vermeiden. Auch eine Reduktion der Sitzzeit zeigte positive Effekte: Schon 30 Minuten weniger Sitzen pro Tag können, je nach Ausgangssituation, einen messbaren gesundheitlichen Effekt haben [12].

Übergewicht reduzieren

Übergewicht und Adipositas zählen zu den wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung eines Typ-2-Diabetes: Das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, ist bei Menschen mit Adipositas mehr als dreimal so hoch. Die aktuellen Empfehlungen der Amerikanischen Diabetes Gesellschaft (engl.: American Diabetes Association, ADA) nennen für Menschen mit erhöhtem Typ-2-Diabetes-Risiko eine Gewichtsabnahme von mindestens fünf bis sieben Prozent des Ausgangsgewichts als Zielgröße. Dabei kommt es vor allem auf eine langfristige Veränderung der Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten an. Höhere Gewichtsverluste können zusätzliche Vorteile für die Stoffwechselgesundheit mit sich bringen [10].

Aktuelle Studiendaten deuten jedoch darauf hin, dass nicht allein eine Gewichtsabnahme entscheidend für die Typ-2-Diabetes-Prävention ist. Menschen mit Prädiabetes, die ihre Blutglukosewerte durch eine Lebensstilumstellung normalisieren konnten, wiesen in einer Untersuchung auch ohne Gewichtsabnahme ein deutlich geringeres Risiko für einen späteren Typ-2-Diabetes auf [13].

Über diabinfo.de
Das nationale Diabetesinformationsportal diabinfo.de bietet mit seinen Bereichen Vorbeugen, Leben mit Diabetes und Informationen für Fachkreise aktuelle, neutrale und wissenschaftlich geprüfte Informationen zu allen Formen des Diabetes mellitus sowie zur Prävention von Diabetes und weiteren nicht-übertragbaren Erkrankungen wie Adipositas und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. diabinfo.de ist ein gemeinsames Angebot von Helmholtz Munich, des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) und des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD). Die Förderung erfolgt durch das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Zudem wird das Portal unterstützt durch das Diabetesnetz Deutschland – gemeinsam gesünder, das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) sowie das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).

Vom Wissen zum Handeln

Die Herausforderung für betroffene Personen liegt meist nicht im mangelnden Wissen, sondern vielmehr in der dauerhaften Umsetzung im Alltag: Zeitmangel, fehlende Motivation, ungünstige Rahmenbedingungen oder widersprüchliche Informationen können gesundheitsförderliche Verhaltensweisen erschweren.

Hier setzen niedrigschwellige Unterstützungsangebote an. Das nationale Diabetesinformationsportal diabinfo.de bietet neben evidenzbasierten Informationen auch praktische Hilfen wie Trainingspläne, Rezeptideen, Podcasts und seit kurzem auch Bewegungsvideos für einen niedrigschwelligen Einstieg in einen aktiven Alltag. Ziel ist, Menschen nicht nur zu informieren, sondern durch interaktive Formate dabei zu unterstützen, gesundheitsförderliche Gewohnheiten nachhaltig in den Alltag zu integrieren.


→Literatur
1. Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe. Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes 2026. MedTriX GmbH, Wiesbaden, 2025. Verfügbar unter: https://www.ddg.info/fileadmin/user_upload/Deutscher_Gesundheitsbericht_2026_final.pdf. Zugriff am: 09.06.2026
2. Bundesärztekammer et al. Nationale Versorgungsleitlinie Typ-2-Diabetes. Langfassung. Version 3.0. 2023. Verfügbar unter: https://www.leitlinien.de/themen/diabetes/pdf/diabetes-vers3-0.pdf. Zugriff am: 09.06.2026
3. Schlesinger S, Neuenschwander M, Barbaresko J et al. Prediabetes and risk of mortality, diabetes-related complications and comorbidities: umbrella review of meta-analyses of prospective studies. Diabetologia. 2022 Feb;65(2):275-285. doi: 10.1007/s00125-021-05592-3
4. Wagner R, Heni M, Tabák AG et al. Pathophysiology-based subphenotyping of individuals at elevated risk for type 2 diabetes. Nat Med. 2021 Jan;27(1):49-57. doi: 10.1038/s41591-020-1116-9
5. Vazquez Arreola E, Gong Q, Hanson RL et al. Prediabetes remission and cardiovascular morbidity and mortality: post-hoc analyses from the Diabetes Prevention Program Outcome study and the DaQing Diabetes Prevention Outcome study. Lancet Diabetes Endocrinol. 2026 Feb;14(2):137-148. doi: 10.1016/S2213-8587(25)00295-5
6. Knowler WC, Barrett-Connor E, Fowler SE et al. Reduction in the incidence of type 2 diabetes with lifestyle intervention or metformin. N Engl J Med. 2002 Feb;346(6):393-403. doi: 10.1056/NEJMoa012512
7. Fritsche A, Wagner R, Heni M et al. Different Effects of Lifestyle Intervention in High- and Low-Risk Prediabetes: Results of the Randomized Controlled Prediabetes Lifestyle Intervention Study (PLIS). Diabetes. 2021 Dec;70(12):2785-2795. doi: 10.2337/db21-0526
8. Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. Gut essen und trinken – die DGE-Empfehlungen. Verfügbar unter: https://www.dge.de/gesunde-ernaehrung/gut-essen-und-trinken/dge-empfehlungen/. Zugriff am: 09.06.2026
9. Evert AB, Dennison M, Gardner CD et al. Nutrition Therapy for Adults with Diabetes or Prediabetes: A Consensus Report. Diabetes Care. 2019 May;42(5):731-754. doi: 10.2337/dci19-0014
10. American Diabetes Association. 3. Prevention or Delay of Diabetes and Associated Comorbidities: Standards of Care in Diabetes—2026. Diabetes Care. 2026 Jan;49(Supplement_1):S50-S60. doi: 10.2337/dc26-S003
11. World Health Organization. WHO guidelines on physical activity and sedentary behaviour. 2020. ISBN: 9789240015128
12. Ekelund U, Tarp J, Ding D et al. Deaths potentially averted by small changes in physical activity and sedentary time: an individual participant data meta-analysis of prospective cohort studies. Lancet. 2026 Jan;407(10526):339-349. doi: 10.1016/S0140-6736(25)02219-6
13. Sandforth A, Vazquez Arreola E, Hanson RL et al. Prevention of type 2 diabetes through prediabetes remission without weight loss. Nat Med. 2025 Oct;31(10):3330-3340. doi: 10.1038/s41591-025-03944-9

Autorinnen
© Lisa Krandick
Lisa Krandick
Redaktion: diabinfo.de, Deutsches Diabetes-Zentrum (DDZ)

© Laura Dauben
Laura Dauben
Redaktion: diabinfo.de, Deutsches Diabetes-Zentrum (DDZ)


Erschienen in: Diabetes-Forum, 2026; 38 (4) Seite 10-14