Das aktuelle ADA/EASD-Konsensuspapier¹ empfiehlt, die individuellen Bedürfnisse des Patienten bei der gemeinsamen Therapieentscheidung von Arzt und Patient zu berücksichtigen, sodass eine optimale Behandlung erreicht werden kann. Doch was ist den Patienten bei einer Injektionstherapie wirklich wichtig? Wie Experten auf einer von Lilly Deutschland durchgeführten Fachpresseveranstaltung erläuterten, steht für die meisten Patienten beim Start einer Injektionstherapie der Wunsch nach einem Leben so normal wie möglich mit größtmöglicher Flexibilität im Alltagsleben. Eine möglichst geringe Anzahl an Injektionen ist dabei entscheidend für sie.²

Flexibilität im Alltag und Einfachheit der Anwendung sind für Patienten besonders wichtig

Dem Konsensuspapier zufolge sollte beim Start in die Injektionstherapie einem GLP-1-Rezeptor-Agonisten der Vorzug vor Insulin gegeben werden – unter Berücksichtigung der individuellen Präferenzen des Patienten.¹ „Wenn injektionsnaive Patienten unter mehreren Injektionstherapien wählen können, sollte man annehmen, dass Faktoren wie Wirksamkeit, Verträglichkeit oder Hypoglykämierisiko ausschlaggebend sind“, berichtete Dr. Marcel Kaiser, Frankfurt a. Main. „Viel wesentlicher für die Patienten ist jedoch oft, dass sie die Therapie flexibel in den Alltag integrieren und ein möglichst normales Leben führen können.“

Dies zeigte etwa eine wahlbasierte Conjoint-Analyse, in der „Häufigkeit und Zeitpunkt der Injektion“ mit 33,1 % der mit Abstand wichtigste Faktor für die teilnehmenden Patienten war.² Weitere Patientenpräferenz-Studien belegen, dass darüber hinaus die Anwenderfreundlichkeit des jeweiligen Pens maßgeblich die Entscheidung der Patienten beeinflusste: So gaben die Teilnehmer einer Untersuchung zu den Präferenzen bei einer Therapie mit GLP-1-Rezeptor-Agonisten an, dass für sie neben der Injektionsfrequenz (41,6 %) die Art des Pens (35,5 %) besonders relevant sei. Faktoren wie Gewichtsreduktion (5,9 %) und HbA1c-Senkung (3,6 %) wurden hingegen als deutlich weniger wichtig erachtet.⁶ „Diese Studie zeigt, dass bei geringen Unterschieden in der Effizienz der Wirkstoffe die Einfachheit der Anwendung bei den Patientenwünschen eine Hauptrolle spielt“, so Kaiser.

Trulicity kommt Patientenwünschen entgegen

Der GLP-1-Rezeptor-Agonist Dulaglutid besitzt viele Eigenschaften, die sich Patienten von einer Injektionstherapie wünschen: So waren in einer Untersuchung zunächst nur 38 % der Patienten grundsätzlich zu einer Injektionstherapie bereit, während es 77 % waren, nachdem sie das Produktprofil von Dulaglutid kennengelernt hatten.⁶ In einer weiteren Befragung präferierten 75 % der Teilnehmer das Profil von Dulaglutid 1,5 mg, während 25 % das Profil von Insulin glargin (SoloSTAR®, 1x täglich) bevorzugten.⁷ Auch im Vergleich von Dulaglutid mit Liraglutid favorisierte die deutliche Mehrheit der Patienten das Profil von Dulaglutid (83,1 vs. 16,9 %).⁶ Einer der wesentlichen Gründe hierfür war neben der nur 1x wöchentlichen Anwendung der einfach anwendbare Fertigpen⁵, der von Lilly in Zusammenarbeit mit Patienten entwickelt wurde. Der sofort gebrauchsfertige Pen⁵ besitzt eine unsichtbare Nadel und gibt auf Knopfdruck die jeweils enthaltene Dosis von 1,5 mg oder 0,75 mg Dulaglutid ab.³

Die Anwendung von Dulaglutid sei ausgesprochen einfach und erleichtere Patienten den Einstieg in die Injektionstherapie, erläuterte Kaiser. „Dies belegt u. a. eine Untersuchung⁴ bei Menschen mit Typ-2-Diabetes, in der mehr als 96 % der Teilnehmer die Anwendung des Pens einfach fanden und ihn auch weiterhin nutzen wollten.“ Weitere Vorteile sind die nur 1x wöchentliche Anwendung³, die keine Blutzuckerkontrolle³ [a] erfordert und unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen kann, was den Patienten mehr Flexibilität bietet. Darüber hinaus besitzt Dulaglutid ein geringes substanzeigenes Hypoglykämierisiko⁸ [b]. Die Wirkung setzt bereits ab der ersten Dosis ein und kann bei guter Verträglichkeit zu einer signifikanten Reduktion des HbA1c und zu einer möglichen Gewichtsreduktion³ [c] führen. Zudem werden die guten Ergebnisse zu Dulaglutid aus dem umfangreichen Studienprogramm AWARD [d, e] durch Real-World-Evidence-Daten⁹ bestätigt.

„Die einfache Anwendung⁴ macht den Schulungsaufwand gering, sodass eine GLP-1-unterstützte Therapie (GUT) nicht nur beim Diabetologen, sondern bereits in der Hausarztpraxis begonnen werden kann“, bilanzierte Kaiser.


[a] Die Anwendung von Trulicity erfordert keine Blutzuckerselbstkontrolle durch den Patienten. Allerdings kann eine Eigenkontrolle durch den Patienten notwendig werden, um die Dosis des Sulfonylharnstoffs oder des Insulins anzupassen.³

[b] Patienten, die Dulaglutid in Kombination mit einem Sulfonylharnstoff oder Insulin erhalten, haben ein erhöhtes Risiko für Hypoglykämien. Zur Vermeidung von Hypoglykämien kann daher eine Herabsetzung der Dosis des Sulfonylharnstoffs oder des Insulins in Betracht gezogen werden.³

[c] Dulaglutid ist nicht angezeigt zur Gewichtsabnahme; die Änderung des Körpergewichtes war in den klinischen Studien ein sekundärer Endpunkt.

[d] Assessment of Weekly AdministRation of LY2189265 (Dulaglutid) in Diabetes.

[e] 8 klinische Phase-III-Studien zeigen eine statistisch überlegene HbA1c-Reduktion von Dulaglutid 1,5 mg im Vergleich zu: Metformin, Sitagliptin, Exenatide 2x täglich, Insulin glargin und Placebo.³ Gegenüber der maximal zugelassenen Dosis von Liraglutid 1,8 mg erzielte Trulicity 1,5 mg in einer Phase-III-Studie eine statistisch nicht-unterlegene HbA1c-Reduktion, gegenüber Insulin glargin erzielten Trulicity 1,5 mg und Trulicity 0,75 mg in Kombination mit Insulin glargin eine statistisch nicht-unterlegene HbA1c-Reduktion bei Patienten mit mäßiger bis schwerer chronischer Nierenerkrankung.³



Literatur
1. Davies MJ et al. Diabetes Care 2018 Dec; 41(12): 2669-2701.
2. Otto T et al. Gesundh ökon Qual manag 2016; 21: 181-98.
3. Fachinformation Trulicity®. Stand Februar 2019.
4. Matfin G et al. Journal of Diabetes Science and Technology 2015; 9(5): 1071-79.
5. Trulicity®-Pen Gebrauchsanleitung. Stand April 2018.
6. Gelhorn HL et al. Patient Preference and Adherence 2015: 9 1611-22.
7. Poon JL et al. Curr Res Diabetes & Obes J 2018; 6 (5): 555700.
8. Edwards KL, Minze MG. Core Evidence 2015; 10:11-21.
9 Göke R et al. Diabetologie 2017; 12: 50-55.

Quelle: Pressemitteilung von Lilly Diabetes