Dexcom hat seinen Mainzer Standort an den Zollhafen verlegt und setzt damit ein Zeichen für weiteres Wachstum. Mit rund 200 Mitarbeitenden und einem neuen CGM-Sensor im Gepäck richtet sich das Unternehmen breiter aus.
Mit neuen, lichtdurchfluteten Räumen am Zollhafen hat das Diabetestechnologie-Unternehmen Dexcom seinen Mainzer Standort neu bezogen. Am Rotterdamer Platz 10 eröffnete das Unternehmen offiziell seine frisch gestalteten Büros. Begleitet wurde der Einzug von einem Pressetermin mit dem Mainzer Oberbürgermeister Nino Haase und Alexander Fröhlich, Geschäftsführer DACH von Dexcom.
Dexcom ist Mainz bereits seit Jahren verbunden: Schon zuvor unterhielt das Unternehmen seinen Deutschlandsitz in der Stadt. Mit dem Umzug an den Zollhafen setzt Dexcom nun ein deutliches Zeichen für weiteres Wachstum und ein klares Bekenntnis zum Gesundheitsstandort Mainz.
Rund 120 Mitarbeitende sind hier tätig, vor allem in kommerziellen Funktionen wie Marketing, Market Access und im Kundenservice. Weltweit beschäftigt Dexcom knapp 13.000 Menschen. In der DACH-Region, die Fröhlich verantwortet, sind über 300 Mitarbeitende beschäftigt. Deutschland ist dabei der zweitgrößte Markt des Unternehmens weltweit.
„Gesunde Stadt“: Ideen für die Zukunft
Oberbürgermeister Haase zeigte sich beim Rundgang sichtlich angetan vom gelungenen Erstbezug der neuen Räume und betonte, wie wichtig die Präsenz solcher Gesundheitsunternehmen für die Stadt sei. Mainz wolle wachsen, als Stadt, aber auch gemeinsam mit den Akteuren der Gesundheitsbranche. Konkret brachte Haase ein Forschungsprojekt „Gesunde Stadt“ ins Spiel, das er bereits als Vorlage in den Stadtrat eingebracht hat und für das sich die Stadt derzeit um EU-Fördermittel bewirbt.
Dass sich Mainz längst zu einem der wichtigsten Gesundheitsstandorte im Rhein-Main-Gebiet entwickelt hat, unterstreicht der Ausbau des Dexcom-Engagements eindrucksvoll. Die Region ist weithin bekannt für ihre Expertise in der Diabetologie, der Adipositas-Therapie und für ein enges Netzwerk aus Kliniken, Forschungseinrichtungen und Industriepartnern. Mit den neuen Räumen am Zollhafen stärkt Dexcom seine Rolle innerhalb dieses Netzwerks weiter.
Vom Insulinmanagement zur breiten Prävention
Inhaltlich richtet sich das Unternehmen zunehmend breiter aus: Über den bisherigen Kernbereich der intensivierten Insulintherapie hinaus rückt der gesamte Typ-2-Diabetes und das weite Feld der Stoffwechselerkrankungen in den Fokus. Fröhlich sieht dabei die kontinuierliche Glukosemessung (CGM) als wirkungsvolles Werkzeug zur frühen Intervention: Als eine Art Biofeedback könne die Sensortechnologie helfen, das eigene Verhalten nachhaltig anzupassen.
Auch zum aktuell viel diskutierten Boom der GLP-1-Medikamente positioniert er sich. Sensor und Medikament könnten synergetisch wirken. Eine erst kürzlich auf dem Kongress der American Diabetes Association (ADA) vorgestellte US-Studie habe gezeigt, dass die Sensor-Intervention den HbA1c-Wert teils deutlich senken konnte. Übergeordnet gehe es Dexcom um mehr Prävention und einen früheren Einsatz digitaler Technologien, ganz im Sinne der Unternehmensvision „Empowering people to take control of health“.
Neuer Sensor „Flex“ startet im Juli
Passend zum Aufbruch am neuen Standort bringt Dexcom auch ein neues Produkt an den Start: Der Sensor „Flex“ soll im Juli auf den Markt kommen und richtet sich gezielt an Menschen mit Typ-2-Diabetes. Damit ergänzt Dexcom sein Portfolio genau in jenem Bereich, den das Unternehmen künftig verstärkt in den Blick nimmt.
von Lena Schmidt
