Eine internationale Gruppe führender Diabetesforscher weist in einem offenen Brief in der angesehenen Fachzeitschrift The New England Journal of Medicine darauf hin, dass eine mögliche Folge von Covid-19 neu aufgetretener Diabetes mellitus sein könnte. Um diese Hypothese zu prüfen und weitere Fragestellungen zu klären wurde ein globales Register für Patienten mit Diabetes-Neumanifestation nach Covid-19 eingerichtet.

Diabetes mellitus ist einerseits mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf von Covid-19 verbunden. Andererseits wurden bei Patienten mit Covid-19 nicht nur schwere metabolische Komplikationen bei bereits bestehendem Diabetes sondern auch neu auftretender Diabetes beobachtet. Darauf weist eine internationale Gruppe von Diabetes-Experten in The New England Journal of Medicine (NEJM) hin,

Diabetogene Wirkung von Covid-19 möglich

Diese Beobachtungen stützen nach Meinung der Experten die Hypothese einer möglichen diabetogenen Wirkung von Covid-19 über die allgemein bekannte Stressreaktion hinaus, die mit einer schweren Krankheit verbunden ist.

Globales Register für Patienten mit Covid-19-Diabetes

Eine internationale Gruppe führender Diabetesforscher, die am CoviDIAB-Projekt teilnehmen, hat nun ein globales Register von Patienten mit Covid-19-Diabetes eingerichtet. Das Ziel des Registers ist es, das Ausmaß und den Phänotyp von nach Covid-19 neu auftretendem Diabetes zu bestimmen. Ärzte sind dazu aufgerufen, ihre Beobachtungen aus der Praxis beizutragen.

Über CoviDIAB
Das neue Register wurde speziell entwickelt, um das Ausmaß und die Merkmale von neu auftretendem COVID-19-Diabetes zu ermitteln und seine Pathogenese, Behandlung und Ergebnisse zu untersuchen. Das Register sammelt auch Daten über Fälle mit schwerer Stoffwechselstörung bei vorbestehendem Diabetes wie diabetische Ketoazidose, Hyperosmolarität, schwere Insulinresistenz. Quelle: CoviDIAB-Register

Redaktion

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