Mit drei neuen Köpfen wird das Team von Expertinnen und Experten der Stiftung DHG (Diabetes | Herz | Gefäße) künftig erweitert. Für die Endokrinologie/Diabetologie ist Professorin Dr. Julia Szendrödi (Universitätsklinikum Heidelberg) mit im Boot. Die Kardiologie ergänzt Professor Dr. Christoph Maack (Universitätsklinikum Würzburg). Professorin Dr. Agnes Flöel (Universitätsmedizin Greifswald) wird die Neurologie mit vertreten. "Alle drei Newcomer verbindet, dass sie für Exzellenz in Wissenschaft und Versorgung stehen", betonen die Gründerväter der Stiftung DHG, Professor Dr. Dr. h. c. Diethelm Tschöpe (Düsseldorf) und Professor Dr. Wolfgang Motz (Karlsburg), zur Nominierung der zwei Professorinnen aus Heidelberg und Greifswald sowie des Professors aus Würzburg.

Diabetes, Stoffwechsel und Herz-Kreislauf-Folgen gehören zu den wissenschaftlichen Schwerpunkten von Prof. Dr. Julia Szendrödi. Die derzeit amtierende Präsidentin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) setzte nach Medizinstudium und Tätigkeit als Post-Doktorandin in Wien im Jahr 2008 ihre Forschung am Deutschen Diabetes-Zentrum in Düsseldorf fort und übernahm 2021 als ärztliche Direktorin die Leitung der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie, Stoffwechselkrankheiten und klinische Chemie am Universitätsklinikum Heidelberg. Neben Engagement in Patientenversorgung, Lehre und Forschung verfolgt die Endokrinologin auch das Ziel, neue Therapie-Konzepte zur Prävention und Behandlung von Folgeerkrankungen des Typ-2-Diabetes zu entwickeln.
Prof. Dr. Christoph Maack forscht schwerpunktmäßig zu metabolischen Veränderungen bei Herzinsuffizienz, insbesondere zur Mechano-Energetik. Maack ist Initiator und Vorsitzender des europäischen Netzwerks METAHEART mit Forschungsteams aus 43 Ländern. Der Kardiologe hat das EU-Netzwerk u. a. ins Leben gerufen, weil die Komplexität des Stoffwechsels und wechselseitige Abhängigkeit regulatorischer Mechanismen die Möglichkeiten einzelner Disziplinen und Institutionen an Grenzen bringen. Maacks Karriere führte nach Medizinstudium und klinischer Tätigkeit in Köln und Homburg/Saar ab 2002 über eine Post-Doc-Stelle an der Johns Hopkins University (Baltimore, USA) und zahlreiche von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Research-Programme wieder zurück nach Homburg/Saar. Seit 2017 ist der Kardiologe Sprecher des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz (DZHI) in Würzburg, an dem er die Translationale Forschung leitet.

Neuronale Plastizität bei vaskulärer Demenz oder Alzheimer-Erkrankung, im alternden Gehirn oder infolge eines Schlaganfalls ist Schwerpunkt der Forschung von Prof. Dr. Agnes Flöel. Nach Medizinstudium in Hannover und Promotion in Münster war Flöel bis 2013 Professorin für Pathophysiology of Cerebrovascular Diseases an der Klinik für Neurologie der Charité Universitätsmedizin Berlin. Danach folgte die Tätigkeit als Professorin für Kognitive Neurologie am NeuroCure Clinical Research Center (NCRC) Berlin. Seit 2017 ist Prof. Dr. Agnes Flöel Direktorin der Klinik und Poliklinik für Neurologie an der Universitätsmedizin Greifswald. Am gleichen Standort leitet die Neurologin auch die Arbeitsgruppe "Demenzprävention – Mechanismen und klinische Umsetzung" vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE).
Mit Prof. Szendrödi, Prof. Maack und Prof. Flöel habe man drei hochkarätige Experten für die Stiftung gewinnen können, die nicht nur über ausgezeichnetes Renommee in ihrem Fach und hohe wissenschaftliche Reputation verfügen, sondern überzeugend und von Partikularinteressen unabhängig dafür eintreten, die Versorgung von Patienten durch interdisziplinäre Zusammenarbeit verbessern zu wollen, erklärt das DHG-Team. Wichtige Kriterien für die Mitarbeit seien Identifikation mit der Stiftungsidee, Versorgungsexpertise, Grundlagen- sowie klinische Forschung und Authentizität. Vorschläge, wer als Expertin oder Experte für die Stiftung infrage kommt, werden nicht von einer Person allein gemacht. Das DHG-Team mit Endokrinologen/Diabetologen, Kardiologen und Neurologen nominiert, stimmt ab und entscheidet gemeinsam.
Erschienen in: Diabetes, Stoffwechsel und Herz, 2026; 35 (3) Seite 186-187
