Schon eine 14-tägige Phase körperlicher Untätigkeit wirkt sich negativ auf verschiedene Stoffwechselvorgänge aus. Britische Forschende stellten entsprechende Studienergebnisse auf dem Jahresmeeting der EASD (European Association for the Study of Diabetes) in Barcelona vor.

An der Studie nahmen insgesamt 28 gesunde Erwachsene in einem Durchschnittsalter von 32 Jahren teil, die im Alltag normalerweise recht aktiv sind und mindestens 10.000 Schritte pro Tag zurücklegten. Diese Personen änderten für einen Zeitraum von 14 Tagen ihren gewohnten Lebensstil, blieben inaktiv und verbrachten mehr als eineinhalb Stunden pro Tag mehr als sonst im Sitzen.

Verschiedene stoffwechsel-relevante Parameter, die auf die Fitness des Herz-Kreislauf-Systems sowie die Verteilung von Körperfett schließen lassen, wurden zu verschiedenen Zeitpunkten bei diesen Probanden gemessen: zu Studienbeginn, nach der 14-tägigen Periode, in welcher sie einen eher sitzenden, inaktiven Lebensstil gepflegt haben sowie 14 Tage nach der Rückkehr zu ihrem gewohnt aktiven Lebensstil.

Gesund bleiben durch dauerhaft mehr Bewegung im Alltag

Ergebnis: alle gemessenen Fitness-Parameter, wie die Herzleistung, die Menge an Körperfett, der Taillenumfang und die Insulin-Sensitivität verschlechterten sich bereits nach 14 Tagen sitzendem Lebensstils. Die gute Nachricht: nachdem die Probanden ihren gewohnten aktiven Lebensstil wiederaufnahmen, verbesserten sich alle Parameter wieder auf den Level vor Studienbeginn.

Die Autoren betonen, wie gesundheitsfördernd es sei, dauerhaft körperlich aktiv zu sein – und dabei helfe bereits, mehr körperliche Aktivität in den Alltag zu bringen, wie zum Beispiel die Anzahl der zurückgelegten Schritte pro Tag zu erhöhen.


Quelle: Diabetesinformationsdienst München