Menschen mit einem Typ-1- oder Typ-2-Diabetes mellitus haben ein erhöhtes Morbiditäts- und Mortalitätsrisiko für kardiovaskuläre Erkrankungen. Ein effizientes medikamentöses multimodales Risikofaktorenmanagement sollte ausgerichtet sein auf eine strikte Blutdruckeinstellung und eine normnahe Blutzucker- und Lipidkontrolle entsprechend den individuellen Zielwerten sowie dem erhöhten prokoagulatorischen und proinflammatorischen Risiko des Diabetes Rechnung tragen. Dies führt in der Regel zu einer Polypharmazie mit all ihren potentiellen Gefahren, wie zunehmenden Nebenwirkungen aber auch nachlassender therapeutischer Adhärenz. Ein Ausweg könnte die Verordnung einer "kardiovaskulären" Polypille sein. Beim Jahres-Kongress 2020 der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie wurde die bisher größte deutsche Versorgungsstudie (START-Studie) zum Konzept Single-Pill-Kombination versus freie Kombination vorgestellt.

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