Digitalisierung und optimierte Prozesse in Verbindung mit modernen Therapielösungen sind der Schlüssel zu einer erfolgreichen Diabetes Versorgung, so das Fazit der Teilnehmer auf dem Presse-Event von Roche Diabetes Care Deutschland anlässlich des diesjährigen Kongresses der Deutschen Diabetes Gesellschaft in Berlin. Die Veranstaltung zeigte auf, welche Wege das Unternehmen einschlägt, um die Zukunft der Diabetes Versorgung mitzugestalten, und welche konkreten Lösungen schon heute verfügbar und umsetzbar sind.

Die individuellen Bedürfnisse des Patienten wieder stärker in den Mittelpunkt stellen

Stetig steigende Patientenzahlen und eine zunehmende Datenflut machen eine qualitativ hochwertige Diabetesversorgung zu einer wachsenden Herausforderung. Nicht nur für Kostenträger und das Gesundheitswesen, sondern vor allem auch für Behandler und ihre Patienten ist es im Angesicht dieser Entwicklungen nicht immer leicht, optimale Therapieergebnisse zu erreichen. Dabei vereint Beide in der Praxis der Wunsch, den Menschen, und damit die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Patienten, wieder stärker in den Mittelpunkt stellen zu können.

Digitalisierung, richtig eingesetzt, kann für dieses Anliegen eine große Chance sein, betonte Lars Kalfhaus, Geschäftsführer Roche Diabetes Care Deutschland. Denn sie ermögliche eine sinnvollere und leichtere Nutzung von Daten – bei einer so datenintensiven Erkrankung wie Diabetes eine Grundvoraussetzung für Therapieverbesserungen, so Kalfhaus. Zentral sei dabei insbesondere die Vernetzung bestehender Angebote, sodass alle für die Therapie wichtigen Informationen an einem Ort übersichtlich zugänglich sind.

Digitale Lösungen in einem strukturierten Prozess: iPDM wirkt

Neben einem guten, digitalen Überblick über therapierelevante Daten sei jedoch ein weiterer Faktor für eine bessere Therapie unumgänglich, so Prof. Bernhard Kulzer, Bad Mergentheim, in seinem Vortrag. Er zeigte anhand der aktuellen Ergebnisse des PDM-ProValue Studienprogramms, dass digitale Lösungen nur in Verbindung mit einem strukturierten Prozess wirken können. Diese erste große Digitalisierungsstudie Deutschlands weist nach, dass Patienten, die mit Hilfe eines integrierten Personalisierten Diabetes Managements (iPDM) behandelt wurden, eine HbA1c-Senkung von 0,5 Prozentpunkten erreichen. Diese Größenordnung sei vergleichbar mit medikamentösen Therapien, so Kulzer.

Durch die Einführung von iPDM verbesserten sich aber nicht nur die Therapieergebnisse. Der strukturierte Prozess mit digitaler Unterstützung hat auch positive Auswirkungen auf Parameter wie die Häufigkeit von Therapieanpassungen oder die Patienten-Adhärenz. Nicht zuletzt steigt auch die Zufriedenheit mit der Behandlung von sowohl Ärzten als auch Patienten signifikant an. Möglich sei dies, weil mit iPDM die Interaktion zwischen Arzt und Patient wieder mehr Raum gewinne und die Kommunikation unterstützt werde, zeigte sich Kulzer überzeugt.

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Moderne Therapielösungen: Sensorgestützte Pen-Therapie

Therapieverbesserungen dank mehr relevanter Daten und digitaler Unterstützung waren auch das Thema von Dr. Dorothee Deiss, Berlin, die über die Sensorgestützte Pen-Therapie sprach. Sie zeigte, dass CGM-Systeme auch bei Patienten mit ICT-Therapie deutlich zur Verbesserung der Therapiequalität beitragen können. Besonders wichtig sei es hier, möglichst alle Daten effizient zusammenzuführen, um Problemfelder zu identifizieren und das volle Potenzial einer ICT-Therapie ausschöpfen zu können.

Die moderne Therapielösung „Sensorgestützte Pen-Therapie“ von Roche Diabetes Care vereint dazu das Eversense XL CGM System, den Pendiq 2.0 Smart Insulin-Pen und die Accu-Chek Smart Pix Software. Das Eversense XL CGM System ermöglicht eine lückenlose Aufzeichnung der Glukosedaten – mit dem Langzeit XL Sensor, der jetzt neu bis zu 6 Monate unter der Haut getragen werden kann. Der smarte Insulin-Pen Pendiq 2.0 speichert alle Insulingaben mit Zeitpunkt und genauer Dosis, und in der Accu-Chek Smart Pix Software werden diese Daten zusammengeführt. Somit steht auch für die ICT-Therapie ein lückenloser Überblick über Insulindaten und Glukoseverläufe zur Verfügung. Zudem hilft die Software mit einer automatischen Mahlzeiten- und Mustererkennung, Ursachen für Abweichungen schneller aufzudecken.

Moderne Therapielösungen wie die Sensorgestützte Pen-Therapie setzen die Chancen der Digitalisierung optimal um und bewirken damit mehr als einzelne Produkte. Sie vernetzen Therapieinformationen für mehr Überblick sinnvoll und helfen durch Unterstützung in der Auswertung und Analyse dabei, Zeit effizienter zu nutzen. Ergänzende Service-Angebote wie z. B. Webinare unterstützen dabei, die Motivation im Alltag zu erhalten.

Diabetesprävention und -management mit Accu-Chek View

Motivation und damit der menschliche Faktor sei ebenfalls ein zentraler Hebel in der Prävention, so Thomas Heilmann, Techniker Krankenkasse, Hamburg. Er stellte das digitale Präventions- und Typ-2-Diabetes Management Programm Accu Chek View vor, das von Roche Diabetes Care in Zusammenarbeit mit u. a. der Techniker Krankenkasse entwickelt wurde. Das Programm besteht aus einer Patienten-App sowie einem Arztportal und erfasst relevante Gesundheitsdaten wie Medikation, Gewicht, Schritte, Blutdruck oder Blutzucker. Durch die Anbindung von Smart Devices, wie Waagen, Blutdruck- oder Blutzuckermessgeräten, können viele dieser Daten schon heute automatisch erfasst und mit dem Arzt geteilt werden. Dieser erhält so nicht nur einen besseren Überblick über den tatsächlichen Gesundheitszustand seines Patienten, sondern kann mit Hilfe des Arztportals auch direkt reagieren und unmittelbar Feedback oder Hilfestellungen geben.

Dass die Unterstützung und Motivation im Rahmen des Accu-Chek View Programms zur Prävention beiträgt, ist auch wissenschaftlich belegt, wie Heilmann mit Blick auf jüngst veröffentlichte Studienergebnisse betonte. Diese hatten gezeigt, dass Patienten, die Accu-Chek View nutzten, im Vergleich zur Kontrollgruppe nicht nur signifikant Gewicht verloren (- 8kg) sondern auch ihren Blutdruck und BMI signifikant senken konnten. Strukturierte Behandlungsprozesse wie iPDM und digitale Unterstützung mit modernen Therapielösungen ermöglichen nicht nur mehr Überblick über den Therapiestatus, sondern helfen darüber hinaus, wertvolle Zeit mit dem Patienten besser zu nutzen. Damit tragen sie auch zu mehr Motivation im Behandlungsprozess bei. Diese Chancen der Digitalisierung zu nutzen – und damit gemeinsam Diabetes weiter zu denken – sei zentral für die Weiterentwicklung der Diabetes Versorgung, wie Kalfhaus abschließend betonte.


Quelle: Pressemitteilung von Roche Diabetes Care Deutschland