Berlin-Chemie will digitale Lösungen in der Diabetologie mit einem neuen Preis auszeichnen und fördern. Der bytes4diabetes-Award ist mit Preisen im Wert von insgesamt 25.000 Euro dotiert.

Mit dem Ziel, die Digitalisierung in der Diabetologie weiter voranzutreiben, schreibt die Berlin-Chemie AG in diesem Jahr erstmalig den bytes4diabetes-Award aus. 2020 soll der Preis erstmals verliehen werden.

Preis richtet sich an breiten Teilnehmerkreis

Der Award richtet sich an Forschungseinrichtungen, Kliniken, Praxen, Universitäten, Verbände, Industrieunternehmen, Start-ups und Einzelpersonen – egal ob Universitätsprofessor oder Digital Native: Jede digitale Lösung ist nach Angaben des Unternehmens willkommen. Gewinner-Projekte werden mit Preisen im Wert von insgesamt 25.000 Euro ausgezeichnet. Hierzu zählen auch Mentoring oder Network-Kontakte, die in Absprache mit der Jury in Anspruch genommen werden können.

„Mit dem bytes4diabetes-Award wollen wir auch mit dazu beitragen, den Digitalisierungsprozess in der Diabetologie voranzutreiben“, erklärt Michael Bollessen, Produktgruppenleiter Diabetes bei der Berlin-Chemie AG. „Wir sehen unsere Aufgabe vor allem darin, die Menschen in der Diabetologie, Patienten, Ärzte und Diabetesteams zu unterstützen. Projekte, Produkte oder Systeme, die dabei helfen, die Versorgung von Menschen mit Diabetes und deren Angehörige in Deutschland zu verbessern: Diese Lösungen wollen wir mit dem bytes4diabetes-Award fördern.“

Zukunftsboard Digitalisierung initiiert

Berlin-Chemie schreibt den Förderpreis in Zusammenarbeit mit dem von dem Unternehmen initiierten Zukunftsboard Digitalisierung (zd) aus. Dabei handelt es sich um eine Initiative aus renommierten Diabetesexperten, die sich mit dem Thema Digitalisierung in der Diabetologie beschäftigt und sowohl Potenziale als auch Herausforderungen aufzeigt.

Mitglieder des Gremiums sind unter anderem die niedergelassenen Diabetologen Dr. med. Andreas Lueg (Hameln), Dr. med. Jens Kröger (Hamburg), Dr. med. Hansjörg Mühlen (Duisburg), Dr. med. Nikolaus ­Scheper (Marl) und Dr. med. Winfried Keuthage (Münster), außerdem auch Prof. Dr. rer. nat. Lutz Heinemann und Prof. Dr. phil. Dipl.-Psych. Bernhard Kulzer.

Das Board komplettieren die Diabetes-Bloggerin Lisa Schütte und ­Sabine Hochstadt, Unternehmensbereichsleiterin Schnittstellen und Casemanagement der AOK Nordost – Potsdam.

Digitalisierungs- und Technologiereport
Eines der zentralen Projekte des „Zukunftsboard Digitalisierung“ ist der Digitalisierungs- und Technologiereport Diabetes, kurz D.U.T. Mit dieser Publikation – erschienen im Kirchheim-Verlag, in dem auch DiabetesNews erscheint – informiert das Gremium über neue Entwicklungen im Bereich Digitalisierung und Technologie.

Im ersten Teil des Reports sind die Ergebnisse einer Umfrage unter Diabetologen zusammengefasst, welche unter anderem mit der Unterstützung des Berufsverbandes der Niedergelassenen Diabetologen (BVND) durchgeführt wurde.

Die Ergebnisse zeigen, dass Diabetologen der Digitalisierung und neuen Technologien gegenüber sehr positiv eingestellt sind und sich dadurch eine Verbesserung der Diabetestherapie erhoffen. Allerdings sehen die befragten Diabetologen auch Barrieren, die eine schnelle Verbreitung digitaler Formen der Diabetestherapie verhindern.

Die Befragung soll jährlich wiederholt werden, um Entwicklungstrends und auch die Meinung anderer für die Diabetestherapie relevanter Gruppen wie Patienten, Diabetesberater, Wissenschaftler oder Kostenträger abbilden zu können.

Im zweiten Teil des D.U.T. machen Autoren deutlich, auf wie vielen und unterschiedlichen Ebenen die Digitalisierung und die Diabetestechnologie mittlerweile in die Therapie eingreifen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Vorstellung praktischer Anwendungen und zukünftiger Entwicklungen.

Ziel ist es, den Leser bei der Auswahl und Einschätzung praxistauglicher Lösungen zu unterstützen, die zukünftig Bestandteil einer modernen und patienten­orientierten Diabetologie sein können.


Autor: Redaktion DiabetesNews
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Erschienen in: DiabetesNews, 2019; 18 (2) Seite 2